Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom

Heute geht es zur Abwechslung einmal um die Hand. Gerade im Sommer, wenn man viel mit dem Fahrrad unterwegs ist oder auch Gartenarbeit zu erledigen hat, kann es sein, dass man in den frühen Morgenstunden mit Schmerzen in der Hand aufwacht.

Hier handelt es sich oft um die ersten Anzeichen eines sogenannten Karpaltunnelsyndroms (KTS), einer Nerveneinengung auf Handgelenkshöhe. Der Nervus medianus verläuft hier an der Beugeseite des Handgelenkes mit den Beugesehnen in einem engen Kanal und versorgt die ersten 3 Finger mit Gefühl und ist für die Oppositionsbewegung des Daumens zuständig.

Wenn nun durch vermehrte Belastung die Sehnenscheiden z.B. beim Radfahren oder Gartenarbeiten anschwellen, wird es dem Nerven zu eng und die Finger werden taub. Das kann mit der Zeit vergehen, aber falls es wiederauftritt, sollte man eine Abklärung der Nerven mit einer Nervenleitgeschwindigkeitsmessung und Ultraschall durchführen. Falls hier Zeichen für ein KTS vorliegen, kann man mit abschwellenden Medikamenten und einer Nachtschiene veruschen den Schmerz zu lindern oder als zweite Option operieren.

Bei der Operation, die auch in Lokalbetäubung gemacht wird, spaltet man ein Band, das über dem Nerven unter der Haut liegt mit einem kleinen Schnitt und die Beschwerden besonders die Nachtschmerzen sind schlagartig vorbei. Man benötigt für 10 Tage einen Verband und muss die Hand schonen.

Falls man bei länger bestehenden Beschwerden nicht operiert, kann es zur dauerhaften Schädigung des Nervs mit dauernder Gefühllosigkeit und Schwäche der Hand kommen.

 

Dr. Thomas Bauer

 

Quelle Foto: decade3d-anatomy online/Shutterstock.com

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