Die kühlerer Jahreszeit empfiehlt sich für alle körperformenden Eingriffe, wie z.B. auch die Brustverkleinerung oder Mammareduktion, da hier im Rahmen der Nachbehandlung oft warme, stützende Unterwäsche zu tragen und Sonnenexposition vermieden werden soll. Für den nächsten Sommer ist dann alles perfekt.

Eine häufige Frage bei Frauen, die an eine Brustverkleinerung denken, ist die, ob die Krankenkasse oder die Zusatzversicherung die Kosten übernimmt.


Hier gibt es ganz klare Voraussetzungen. Die TGKK verlangt ein Reduktionsgewicht von mindestens 400 Gramm pro Seite und einen BMI (Verhältniss Körgergröße zu Körpergewicht) von unter 25. Die Zusatzversicherung übernimmt die Kosten nur wenn eine Zusage der Pflichtversicherung vorliegt und bestehen auf einem Reduktionsgewicht von 500 Gramm. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, handelt es sich bei der Brustverkleinerung um einen aesthetischen Eingriff und man kann dann auch, falls der Wunsch mehr Richtung Straffung geht, auch weniger Brustgewebe entfernen.


Wichtig ist vor jeder Brustoperation, dass es eine aktuelle Brustuntersuchung mit Mammographie oder Mammasonographie gibt, um nicht ein Mamma CA zu übersehen, wobei natürlich das entfernte Gewebe immer zur pathologischen Untersuchung eingesandt wird.


Grundsätzlich ist die Brustverkleinerung eine der Operationen mit einem sehr hohen Zufriedenheitsgrad, da die Verkleinerung immer erreicht wird und die Brust ja gleichzeitig auch gestrafft wird. Der Preis für die kleiner und straffere Brust sind die Narben, welche zwar immer im Unterwäsche oder Bikinibereich verborgen sind, aber z.B. in der Sauna schon sichtbar werden. 

Die Narben gehen immer um den Warzenhof und in der Mitte der Brust nach unten und in den meisten Fällen auch noch in der Brustunterfalte quer. Welche Narben ausreichend sind, hängt von der Brustform und -menge ab, und muss vom Chirurgen individuell entschieden werden.


Die Operation dauert gut 2 Stunden und wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Man muss für 6 Wochen einen Stütz-BH tragen und sollte kein spezielles Brustmuskeltraining machen. Danach kann wieder alles gemacht werden. Die Brust wird normalerweise sehr stark gestrafft und senkt sich mit der Zeit in ihre endgültige Form, was 6 bis 9 Monate beanspruchen kann. Leichte Asymmetrien oder Resthautüberschüsse können dann korrigiert werden.


In Summe ist die Brustverkleinerung ein komplikationsarmer und mittelgrosser Eingriff und oft hört man von den Patientinnen nachher, dass sie den Eingriff schon viel früher machen hätten lassen, wenn sie gewusst hätten, wie harmlos er abläuft. Auch das leichtere Lebensgefühl und der Vorteil beim Sport werden häufig genannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle Foto: Kaspars Grinvalds/shutterstock.com

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